Frl. Schnee...... Welt unter Zuckerguss
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Freitag, 17. Mai 2013

Cake-Pops - Sti(e)lvoll naschen

Soooo... Nach ein bisschen Abstinenz gibt es hier endlich mal wieder was zu lesen. Und auch noch was zu feiern: Mein Blog hat (gestern) die 2000-Klick-Marke geknackt. Vielen Dank an euch alle, die ihr regelmäßig mitlest oder einfach ab und an gern vorbeischaut. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Blog, zwischen all den deutlich professionelleren und umfangreicheren irgendwen interessiert. Das freut mich wirklich sehr! Großes Danke an euch alle! Und jetzt genug von dem rührseligen Kram...

Ich hatte ja mal gefragt, ob Interesse an einer Rezension zum Buch besteht, nachdem ich die Ice-Cake-Pops gemacht hatte. Da zumindest eine Leserin Interesse bekundet hat, möchte ich dem nachkommen (Zudem krank zu Hause sitzen bei mir immer zu Tatendrang führt...).

Das Buch - oder eher Büchlein - ist im GU Gräfe und Unzer Verlag erschienen. Die Autorin Verena Erhart hat (lt. Buch) ihr Hobby mit dem beruflichen Tun in einer Redaktion verbunden und stellt uns auf 48 Seiten 18 Rezepte plus Grundrezept und ein paar Tipps vor. Begleitet werden die Rezepte von qualitativ-hochwertigen Bildern des Fotografen Jörn Rynio.

Das Werk verfügt über das Format 15 x 18 cm und ist komplett 4/4-Farbig. Der Umschlag ist aus etwas festerem Papier und außen mit einer Hochglanz-Folie kaschiert. Die Texte sind in einer gut lesbaren Serifenlosen Schrift gehalten. Einzeln werden Akzente mit Störern gesetzt. Das Inhaltsverzeichnis ist aufgemacht wie eine Übersicht von Kassenzetteln aufgemacht, auf der die einzelnen Themengebiete aufgelistet sind. Die Bilder sind groß und randabfallend auf den Seiten platziert.

Nach einer kurzen Einleitung gibt das Inhaltsverzeichnis Auskunft über die vier Themenbereiche des Büchleins:

  • Nützliches Cake-Pop-Wissen
  • Einfaches für Einsteiger
  • Rund um's Jahr
  • Cake-Pops Neu eingetroffen

Darauf folgt eine Einführung in die Zubereitung allgemeiner Natur, gefolgt vom Grundrezept. Dann geht es direkt mit den einzelnen Rezepten los.

Die Rezepte sind leicht verständlich aufbereitet und die Bilder tragen zu schönen Anmutung des Büchleins bei. Die Texte sind kurz und gut verständlich. Nahezu alle zu verarbeitenden Komponenten (Frostings und Teige) werden erläutert.

Neben klassischen und einfacheren Rezepten finden sich auch kreativere Anleitungen zu verschiedenen Anlässen. Auch wie die unterschiedlichen Dekorationen gemacht werden ist simpel erklärt.
Zusätzlich gibt es Vorschläge zur Präsentation der unterschiedlichen Cake-Pops. Ein kleiner netter Zusatz ist die "Über den Tellerrand"-Doppelseite, auf der kleine Anekdoten rund um Cake-Pops erzählt werden.

Beziehen kann man das Buch über das Internet (Ich habe es bei dem großen Online-Versandhaus, dass so ähnlich heisst, die das große Flusssystem in Südamerika oder Mitglieder eines matriarchalischen Volkes der antiken Mythologie...) oder im Buchladen (eures Vertrauens) für 4,90€.

Viel mehr gibt es gar nicht dazu zu sagen. Ich bin in der Retrospektive doch ganz glücklich mir das Büchlein gekauft zu haben. Das führt zwar die Anschaffung der Cake-Pops-Backform ad absurdum, aber was soll's? Ich hätte mich eben informieren sollen.
Und die unterschiedlichen Inspirationen, Ideen und Tipps machen dieses kleine Büchlein zu einer wirklich preiswerten und hilfreichen Anschaffung, die ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.

Das wäre es für heute. Habt ihr Bücher, die ihr verwendet? Kennt ihr besonders empfehlenswerte Werke, die in keiner Küche fehlen sollten?

In diesem Sinne,

Frl. Schnee

Montag, 22. April 2013

Martha Stewart's Cupcakes(-Bibel)

Um die Stringenz meiner Themengebiete hier mal wieder etws herzustellen habe ich den Abschnitt aus dem "Chocolate Chips Cupcakes"-Post ausgekoppelt. ber weil mir Copy&Paste ein wenig zu arm ist, gibt es jetzt auch Bilder zum Buch ;) Das Auge isst schließlich mit!

Ich möchte etwas ausholen und ein bisschen zum Buch und Backen mit amerikanischen Backbüchern oder Rezepten schreiben. Für viele Blogger, die länger im "Geschäft" sind, sind folgende Infos wahrscheinlich ein alter Hut. Aber ich möchte ja vor allem die ansprechen, die, wie ich, gerade erst angefangen haben oder eben nur ab und an mal was neues ausprobieren möchten. Ich entschuldige mich also für eventuell "olle Kamellen" und lege mal los.

Martha Stewart's Cupcake-Bibel

Ich habe das Buch im Sale recht günstig geschossen, nachdem ich mehrfach gelesen hatte, dass dieses Werk wohl das Nonplusultra im Bereich Cupcakes ist. Ich hatte erst lange überlegt, weil das Buch doch recht teuer ist (neu so um die 30 - 40 Euro). Dann war's im Angebot und ich hab zugeschlagen. Ich weiss leider nicht ob es das Buch auch auf Deutsch gibt, meine Ausgabe ist jedenfalls Englisch (und damit eine tolle Gelegenheit the eingerosted Schul-english mal wieder a bit aufzubettern).

Das Buch verfügt über einen Soft-Cover-Umschlag mit Klappe. Dieser besteht aus einer leichten Pappe mit Matt-Kaschierung. Auf 352 4-farbigen Seiten sind die Rezepte typografisch sehr schön gesetzt. Neben jedem Rezept findet sich ein Bild, wie das Ganze fertig aussehen könnte. Die Bilder sind sehr hochwertig, so wie auch die restliche Aufmachung des Buches.

Im Schmutztitel werden 175 Rezepte angepriesen. Im Inhaltsverzeichnis die Rezepte nach verschiedenen Themengebieten sortiert. Darauf folgt ein kurzes Vorwort der Autorin. Zusätzlich zu den Rezepten für Teige verschiedenster Art sind auch solche für Toppings zu finden. Besonders gut finde ich auch die vielen Tipps zum Dekorieren.

Die behandelten Themengebiete sind:

  • Swirled and sprinkled (verwirbelt und besprenkelt)
  • Dipped and glazed (getaucht und glasiert)
  • Simple and sweet (einfach und süß)
  • Filled and layered (gefüllt und geschichtet)
  • Piped and topped (bespritzt und getoppt)
  • Birthdays (Geburtstage)
  • Holidays (Festtage/Ferien)
  • Celebrations(Feiern)
  • Sowie: the basics, displaying and giving, sources, photo credits & index (also: die Grundlagen, Präsentieren und Verschenken, Quellen, Photo-Quellen und Index)

Für spezielle Zutaten, die es nicht in jedem Laden gibt, sind Bezugsquellen mit aufgeführt. Gut, die sind für Europäer irgendwie eher so semi-interessant, aber ich mag den Gedanken dahinter.

Die Texte sind gut geschrieben und weitestgehend verständlich. Auch die Anleitungen zu Deko und optionalen Füllungen sind gut und am Ende eines passenden Rezepts mit Seitenzahl aufgeführt.

Martha's Profi-Bäcker Englisch war für mich nicht immer gut zu verstehen. Dafür reicht es einfach nicht, aber wofür gibt es Übersetzungs-Seiten?! Problematisch waren noch die bei einigen Rezepten zum Einsatz kommenden speziellen Zutaten, die es wirklich nur in Amerika gibt. Ich habe aber eine ganz gute Seite gefunden, die Ersatz für verschiedene Dinge angibt oder aufzeigt, wie man das gewünschte einfach selbst herstellen kann. Dort finden sich auch Gramm-Entsprechungen für das Cup-Volumen verschiedener Zutaten (oder welche lustige Einheit auch immer angegeben ist, man scheint jenseits des großen Teiches ziemlich kreativ). Hier gibt es ganz viele Infos, auch Amerikanische Rezepte und sonstig wissenswertes Allerlei.

Ich wurde mehrfach gefragt, warum ich mir die Mühe mache, alles umzurechnen. Man könnte ja stattdessen einfach eine Tasse nehmen, die man zuhause hat, so lange das Verhältnis stimmt, sollte das doch funktionieren. Grundsätzlich ist das durchaus richtig. Auch hierzulande gibt es "Tassenkuchen" deren Zutaten einzig und allein mit einer Tasse abgemessen werden. Bei ganzen Cup-Angaben funktioniert das sicher super, aber ich bin schlecht im schätzen, wie viel jetzt dann 1/8 Cup sind. Daher also der Umstand. Zudem sich nach meinem Empfinden die Gramm Angaben auch leichter Umrechnen lassen, wenn man mal mehr oder weniger machen möchte. Am Ende muss man es jeden selbst überlassen, wie er oder sie das Ganze handhabt. Ich finde es so praktischer und war echt froh, eine umfassende Informationsquelle im Web gefunden zu haben.

So viel zum Thema Amerika und Backen. Martha's Buch würde ich, um das abschließend noch zu erwähnen, auf jeden Fall empfehlen. Vielseitige Rezepte aus aller Welt für jeden Geschmack und viele tolle Inspirationen in einem dicken Wälzer zusammengefasst.

Donnerstag, 14. März 2013

Zubehör-Shopping-Tour

Ich gebe zu: Es gibt Dinge, denen ich nicht widerstehen kann. Dazu gehörten zum Beispiel Dosen und Boxen aller Art. Aber auch Backhelfer und Werkzeuge sind wiederkehrende Gäste meiner Einkaufstüten. Ich werde bei Gelegenheit mal alles, was ich so verwende vorstellen.

Aber fangen wir mal mit meinem letzten Shopping-Trip an.

Ich habe im Deko- und Nippesladen der Liebe eigentlich was ganz anderes gesucht, bin dann aber förmlich an einem neu-bestückten Regal hängen geblieben. Alles war voll mit Kram rund um’s Backen und das Kreieren leckerer Kleinigkeiten…

Bei folgendem hab ich zugeschlagen:

Ich habe gekauft:

  • Silikonform für Mini-Cupcakes
  • Weißer Rollfondant
  • Silikonförmchen für Mini-Cupcakes
  • Farbige Förmchen für normale Cupcakes
  • Zucker-Konfetti
  • Glimmernde Zuckerkristalle
  • Transportdose für einen Cupcake

Die Slikonform habe ich in erster Linie zum Stabilisieren der Silikonförmchen gekauft. Man hat mich im Büro gefragt, ob’s Cupcakes nicht auch eine Nummer kleiner gibt. Und dann habe ich das gesehen und gleich zugeschlagen. Jetzt gibt es von den Cupcakes auch immer zusätzlich Mini-Ausgaben.

Förmchen und Form sollen vor der ersten Verwendung eingefettet werden. Das habe ich nach eingehendem Waschen aller Formen auch mit den Förmchen gemacht. Die Verwendung ist sehr einfach und die Förmchen sind entgegen meiner Sorge doch sehr formstabil. Sie verändern sich also nicht, auch wenn der Teig stark aufgeht.

Der weiße Rollfondant ist für das Überziehen von Cupcakes gedacht. Ich habe ihn aber noch nicht ausprobiert.

Das farbige Konfetti habe ich, wie auch den Glimmer-Zucker zur Deko gekauft, weil’s mir einfach gefallen hat. Der Glimmer-Zucker hat schon auf den Nutella- und Schoko-Kirsch-Cupcakes Anwendung gefunden.

Die Transportdose für einen einzelnen Cupcakes habe ich in erster Linie für eine liebe Freundin angeschafft, die immer ein Exemplar meiner Kreationen probieren darf/muss. Und dafür ist diese Dose grundsätzlich super geeignet.

Einzige Mankos:

  • Die Cupcakes mussen mit den Fingern recht tief in die Vertiefung in der unteren Schale gedrückt werden. Einfach nur Reinstellen reicht nicht (siehe unteres rechtes Bild). Dabei besteht die Gefahr das Frosting zu beschädigen.
  • Der Deckel soll eigentlich durch einen Drehmechanismus schließen. Dazu sind an der oberen Schale Nasen angebracht, die durch Drehen in Lücken der Unterschale einrasten sollen. Ich hoffe, man kann das verstehen... Naja das Problem ist, dass die Oberschale im Durchmesser ein bisschen zu schmal ist. dadurch entsteht kein richtiger Halt.

Aber an sich ist die Dose funktional und dient ihrem Zweck.

Alle Produkte waren eher im niedrigen Mittelpreis-Segment angesiedelt. Die erworbene Qualität ist dafür echt in Ordnung.

Habt ihr besondere Sachen in eurem Back-Fundus? Würdet ihr eins der Produkte kaufen?

So long,

Frl. Schnee

Donnerstag, 28. Februar 2013

Magazin für Ambitionierte?

Nachdem ich in den letzten Wochen immer mal wieder TV-Werbung für ein neues Magazin gesehen habe, und dachte "das muss ich haben!" ist es in meinem Besitz gelandet.

Grundsätzlich mag ich so Sammel-Gedöns nicht. Zumal die meist mit netten Einführungspreisen starten und plötzlich wird’s dann teurer. Auch stört mich bei so was häufig die Qualität der Zugaben (wer sich mal an seine Jugend zurück erinnert, weiss was ich meine. Die tollen Freundschaftsbändchen und der ganze andere Nippes, der nach dem ersten Tragen schon die Grätsche machte...).

Aber ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren oder positiv überraschen. Außerdem erschien es mir fast schicksalhaft, dass kurz nachdem ich meine Back-Aktivitäten intensiviert habe dieses Heft erschien.

Also, los zum Zeitschriftenhändlers des Vertrauens. Und ich hatte Glück: ich hatte das letzte Exemplar erwischt!

Ich beginne mal mit den Bestandteilen:

Für 1,50€ bekommt man:

1 Heft mit Backanleitungen usw. usf. (Dieses Heft erhält man mit zusätzlichem Umschlag, dessen Zweck sich mir nicht erschliesst, sowie 2 Bestellformularen als Einleger und einem Blättchen mit Vorschau auf die nächsten Ausgaben) 1 Cupcakeständer
2 Ausstechformen unterschiedlicher Größe
1 pinkes Glitzerpuder zur Dekoration

Alle Komponenten werden von einem Papp-Display zusammen und in Komposition gehalten.

Das Heft:

Das Heft ist auf einem recht dünnen Papier gedruckt, dafür aber vollfarbig. Eine besondere Verarbeitung ist nicht erkennbar. Nicht mal einen festeren umschlag bekommt man. Das ist aber wohl dem Umstand geschuldet, dass man Kosten sparen wollte und die Ausgaben in einem Sammelordner gesammelt werden sollen.

Der Inhalt ist auf 22 Seiten verteilt. Für die Schrift-Gestaltung werden 3 unterschiedliche Schriften verwendet. Es handelt sich bei allen um serifenlose, bei 2en um Schreibschriften und der letzten um eine Groteske Type. Die Farben bewegen sich überwiegend in Pastell-Tönen.

An sich gefällt mir das Layout sehr gut. Ich mag die farbige Gestaltung und auch die Bilder sind wirklich wertig. Was mich ein bisschen stört ist die Unübersichtlichkeit. Auf den Seiten sind unheimlich viele verschiedene Inhalte untergebracht. Manche bauen auf Texte von anderen Seiten auf. Da verliert man schnell den Faden. Ein bisschen überladen das Ganze. Mehr Struktur hätte dem gut getan (wäre dann sicherlich auf 4 zusätzliche Seiten rausgelaufen, das hätte ich aber als angenehmer empfunden).

Die Texte sind recht verständlich geschrieben und die bebilderten Anleitungen geben mir ein "Das kannst du auch!"-Gefühl. Bei näherer Betrachtung der Texte sind mir vor allem zwei Punkte negativ aufgefallen:

1. Der ständige Verweis auf das Internet
(Bei jeder Komponente, die man da nicht unterbringen oder recherchieren konnte wird das Internet empfohlen. Mal im Ernst: Ich hab Blütenpaste in die Suchmaschine mit den 2 OOs eingegeben und auf der ersten Ergebnisseite waren direkt 3 Rezepte. Außerdem fände ich es schön, wenn man schon aufs Web verweist, mal eine gute und verlässliche Quelle zu nennen.
Es fühlt sich für mich ein bisschen so an, als wäre da jemand nicht konsequent gewesen)

2. Der dauernde Verweis auf spätere Hefte
(Gleich bei was, es heisst immer "Eine Anleitung lesen Sie in einem der späteren Hefte" oder "Die Entsprechenden Werkzeuge erhalten Sie mit einem späteren Heft". Das nervt! Wieso hier nicht einfach, wie bei den Ausstechformen, ein Überblick über die gängigen Qualitäten und Varianten? Es schert mich doch nicht ob ich in Heft 528 entdlich das Werkzeug zum Blütenformen bekomme, wenn schon in Heft 1 eine Torte mit entsprechender Deko vorgestellt wird.

Da hätte ich mir ein bisschen mehr Weitsicht gewünscht. Ich finde es absolut legitim mit Basics anzufangen und Step by Step zu abstrakterem und damit benötigtem Werkzeug zu gehen. 

Ich habe den Eindruck, das 1. Heft wäre ein einziger Teaser (was es wahrscheinlich auch ist), der mir zeigt, was ich irgendwann machen könnte, kaufte ich alle Hefte. Und das interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Ich kaufe mir doch auch kein Buch übers Angeln, wo drin steht, was für tolle Fische ich fangen könnte, hätte ich das Angeln gelernt.

Ich wäre da wohl systematischer rangegangen, auch auf die Gefahr hin, Fortgeschrittene zu vergraulen. Auch hätte ich die Website viel mehr gehighlightet, die geht vollkommen unter, wie ich finde.)

Das ganze erste Heft ist, zusammenfassend gesagt, viel zu werbelastig, für meinen Geschmack. Ich war aber auch eher scharf auf Inspirationen und den Nippes, der dabei ist...

Das Heft ist also ganz okay, wenn auch weit entfernt von "Erwartungen erfüllt". Weitere Minuspunkte sind die Unmengen Abfall:

Da ist als erstes mal das Papp-Display, auf dem alle Komponenten befestigt sind (Klar, hat seine Daseinsberechtigung, aber ob man das so hätte umsetzen müssen... naja). Weiter geht es mit dem Heft, um das ja ein loser Umschlag ist, der keinerlei Informationsgehalt hat; Dann ist da die Plastikfolie vom Cupcake-Ständer und den Förmchen.

Und dann sind da noch die ganzen Einleger (2 Bestellformulare (Format A3, einfach auf A4 gefalzt) und 1 Vorschau-Blättchen)... Alles in allem doch recht Ordentlich für das bisschen Kleinkram.

Das Vorschau-Blättchen bietet eine Übersicht über die Erscheinungstermine der nächsten Hefte und deren Zugaben, sowie Themenschwerpunkte.

Hätte ich jetzt nicht so gebraucht. Ein Hinweis im Heft reicht mir, oder halt online. Ist natürlich irgendwie nett, zum an den Kühlschrank pinnen, aber ich mache mir solche Erinnerungen sowieso auf dem Ei-Telefon.

Die Bestellformulare (in doppelter Ausführung? Dafuq? Soll ich meine Freundinnen auch gleich anfixen oder was?) sind großzügig mit all den tollen Vorteilen eines Abos bestückt. Was aber fehlt ist die Preisangabe! Die findet man nur im Kleingedruckten auf der Rückseite. Und da kommt der Hammer: Die erste Zeit erscheint das Heft 2 mal monatlich, ab dann 4 mal monatlich. Die Erstausgabe ist mit 1,50€ schon recht günstig, aber für die nachfolgenden Ausgaben 4,99€ pro Ausgabe? R U Srs? 5 Euro für ein dünnes Heftchen und Nippes? 

Das sind also 4 Augaben pro Monat für 5 Euro, macht 20 pro Monat. 12 x 20 = 240€ im Jahr. *hüstel* Günstig... nicht. Aber die Taktik ist toll aufgegangen: Ich habe mir die vielen tollen bunten Sachen angeschaut und habe mit glänzenden Augen dem Freund zugewhispert: "Ich will es haben....". Der las sich den Spaß mal durch und nannte mir dann den erschreckenden Preis. Und nach ein bisschen Überlegen war dann klar, dass ich meine Niere nicht gegen das Heft eintauschen will. Und ein vergleichender Blick auf das Online-Versandhaus meines Vertrauens bestätigte meine Gedanken.


Die Zugaben

Cupcakeständer

Das ist was uns (großzügig) versprochen wird:

Der Cupcakeständer kommt in Einzelteilen mit einer Anleitung (für einen Handwerks-Deppen, wie mich also genau richtig) in Plastikfolie eingeschweißt. Die 4 Teile sind schnell zusammengesetzt und auch mehrfaches auseinandernehmen und zusammenstecken hält er gut aus. das ist besonders vorteilhaft, weil er sich auseinander gebaut natürlich deutlich besser verstauen lässt.

Der Ständer besteht aus einer Wellpappe, die mit einem rosa-schottengemustertem Hochglanzpapier kaschiert ist. Ich bin gespannt, wie lange sich das hält, denn ich vermute, dass das Papier, hydrophil wie es ist, doch ordentlich Feuchtigkeit ziehen wird, trotz der folierten Kaschierung. An sich macht er aber einen ganz anständigen Eindruck und zur ansprechenderen Präsentation, als auf einem Teller reicht es allemal. Ich überlege dennoch bei Gelegenheit eine richtige Etagere zu kaufen...

Die Pappe ist recht stabil, daher klappt das ineinander stecken nicht ganz so gut. Man muss auch beachten, dass Wellpape, wenn einmal in Richtung der Wellenstruktur geknickt, richtig instabil wird. Problematisch finde ich den fehlenden Wellen-Zuschnitt der Ränder hingegen nicht.

Förmchen

Die Förmchen scheinen aus lackiertem oder überzogenem Metall zu sein. Sie sind im Grunde wie handelsübliche Ausstechformen, mal von der rosa Farbe abgesehen. Die Ausstechkanten sind nicht gebördelt, die Anfasskanten jedoch schon, damit man sich am Metall nicht wehtun kann.

Das finde ich erstaunlich: Ich hatte mit einfachen Plastikausstechern gerechnet. Die sind aber gar nicht mal so gut, wegen der mangelnden Flexibilität, weil sie eher brechen, als auch nur ein bisschen aus der Form zu gehen. Gerade bei weicheren Teigen ist das ein Problem.

Ausprobiert habe ich die Ausstecher noch nicht, weil mir noch Blütenpaste zu meinem Glück fehlt. Ich werd entweder selber welche machen oder bestellen. Näheres berichte ich natürlich nach Umsetzung.

Glitzerpuder

Und hier kommt, meiner Meinung nach die größte Enttäuschung, neben dem Heft: Das pinke Dekopuder.

Ich habe mich schon alles bestäuben sehen, bis ich.. aber fangen wir von vorn an:

Das Puder ist in einem Döschen, das nochmal extra eingeschweißt ist. Das Döschen wirkt solide, die Etikettierung machte mich aber schon etwas stutzig, weil nicht auf Deutsch. Gut, das kommt sicher daher, dass wir Deutschen noch nicht so im Backen sind, wie die Amerikaner (zB), die machen ja aus jedem Kuchen immer gleich fondierte Großkunst :)

Was meinen Schrecken aber bestätigte, war der Warnhinweis auf der Unterseite der Folie. Und da sind wir an einem Punkt der gar nicht geht: Wie kann ich denn etwas mit Lebensmitteln zusammenbringen, was zwar nicht gleich umbringt, aber auch nicht so zum verzehr geeignet ist? Das verhält sich, wie mit Chinawaren: Ich war mit dem Freund in einem neuen Asia-Laden in unserer Stadt irgendwo hinter den Sieben Bergen, weil ich da vorher mit einer lieben Freundin war und mit der dort "seine" Sojasauce in der 1-Liter-Flasche gesehen habe. Aber zum Punkt: In nahezu allen Lebensmittel-Packungen fanden sich diese kleinen Tütchen, die wir wohl fast nur aus Schuhen kenne, die dazu dienen die Feuchtigkeit aufzusaugen. Die sind ähm... hochgiftig. Und ich finde nicht, das Hochgiftiges in mein Essen gehört, auch nicht eingepackt. Und deshalb finde ich das Puder ein bisschen beschämend.

Das fängt schon damit an, dass man das Puder vor dem verzehr entfernen soll. Wie soll das gehen, zB auf Frostings? Die werden nunmal nicht knüppelhart, sodass man den Glitter einfach runterpusten kann. Soll man das schöne Frosting jetzt immer erste runter machen und nur den verbliebenen Muffin essen? dann kann ich auch gleich nur Muffins machen...

Ich sehe da für mich keine wirkliche Verwendungsmöglichkeit, außer bei Deko, die auf keinen fall mitgegessen wird, und welche soll das sein? Ich finde es ja gerade wichtig, dass man alle Komponenten, mal von Förmchen oder so abgesehen, mitessen kann.

Nice try, aber leider für mich absolut wertlos.

Fazit:

Ich finde es schade, dann man das Magazin nicht zu einem antständigen Preis ohne den ganzen Krusch kaufen kann. Den Nippes kann man günstig auch wo anders beziehen und auch nach seinem Gusto zusammenstellen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nie Torten machen werde, was soll ich also mit Equipment speziell für Torten? Gäbe es das Magazin so, oder für's Smartphone, wäre ich dabei.

Klar der Hefter, den man irgendwann in einem späteren Heft (*gnaaaaa*) bekommt ist hübsch, aber überflüssig.

Die Tipps sind mir zu unvollständig, die Verweise auf andere Hefte und Internet zu häufig. Auch der hohe Preis schreckt mich ab. Und die Formalitäten des Bestellens sind so kompliziert, dass ein Abo sowieso nicht in Frage käme.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die Idee nett finde, aber das Heft den Anspruch auf keinen Fall erfüllen kann, den man in dem Bereich hätte. Das Vorgehen ist zu unstrukturiert und da können auch noch so schöne Fotos nicht helfen. Die bekomme ich nämlich auch Gratis im Web als Inspiration.

Ich werde mich bemühen, nicht noch ein Heft zu kaufen, obwohl ich es ja liebe, Bücher etc. im Regal stehen zu haben. Aber hier stimmen Preis und Leistung auf Dauer einfach nicht. Da kaufe ich mir doch lieber einmal ein anständiges Buch (hat jemand von euch Empfehlungen?) und das Equipment was ich wirklich brauche, als jährlich 240€ in Stückwerk zu investieren.

Die Erstausgabe schafft es nicht über einen netten Teaser hinweg. Schade.


Habt ihr euch das Heft auch gekauft? Wie sind eure Empfindungen dazu?

Habt ihr Büchertipps, die besser an die Thematik rangehen oder vielleicht sogar umfangreicher sind?

So long,

Frl. Schnee